Unterlagen und Informationen für Errichter, Eigentümer und Betreiber von Erzeugungsanlagen

  • Errichtung, Erweiterungen und Änderungen
  • Meldepflichten des Anlagenbetreibers
  • Anmeldeunterlagen EEG Anlagen

Errichtung, Erweiterungen und Änderungen

Vor Errichtung oder Erweiterung einer Erzeugungsanlage ist der gewünschte Verknüpfungspunkt auf die technische Eignung hin zu überprüfen. Zur Prüfung benötigen wir:
Datenblatt der Eigenerzeugungsanlage mit der Anlagenleistung
Lageplan (Maßstab 1:1000 oder 1:500) der geplanten Eigenerzeugungsanlage
Konformitätserklärung/Unbedenklichkeitsbescheinigung der Wechselrichter und PV Module
Übersichtsplan der Eigenerzeugungsanlage
Anmeldung zum Anschluss an das Niederspannungsnetz

Nach erfolgter Prüfung erhalten Sie eine sogenannte Einspeisezusage für die geplante Anlage. Diese Einspeisezusage hat eine Gültigkeit von 6 Monaten.

Die Anmeldung und Inbetriebsetzung von Erzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz erfolgt nach VDE-AR-N 4105, Ausgabe August 2011

Nach der Inbetriebnahme sind noch folgende Unterlagen einzureichen:
Inbetriebsetzungsprotokoll Eigenerzeugungsanlagen
Fertigstellungsanzeige
Inbetriebsetzungsprotokoll kundeneigener Zähler
Meldebestätigung der PV Anlage an die Bundesnetzagentur

Der Anschluss von Erzeugungsanlagen ist in folgenden allgemein anerkannten Regeln der Technik festgelegt:
Normative Vorgaben
Die DIN VDE 0100-551 regelt die Anforderungen für die Auswahl und Errichtung von Niederspannungseinrichtungen, die dafür vorgesehen sind eine Anlage zu versorgen. Die DIN VDE 0100-712 regelt u. a. die Auswahl von Betriebsmitteln und die Errichtung von PV-Erzeugungsanlagen. Die DIN VDE 0100-551 Kapitel 551.7.1 und DIN VDE 0100-712 in Kapitel 712.413.1.1.1.1 schreiben fast wortgleich vor, dass Erzeugungsanlagen ausschließlich auf der Versorgungsseite der Sicherungen (d.h. in eine Unter- bzw. Hauptverteilung/Zählerschrank) der Endstromkreise angeschlossen werden dürfen.

VDE-AR-N 4105:
Der Anwendungsbereich der VDE-AR-N 4105 schließt jede Erzeugungsanlage ein, die an ein Niederspannungsnetz angeschlossen ist und parallel betrieben wird. Dies gilt unabhängig davon, ob Energie erzeugt und diese ggf. als Überschuss ins Niederspannungsnetz eingespeist wird. Kapitel 4 schreibt vor, dass jede Erzeugungsanlage, die dem Anwendungsbereich unterliegt, beim Netzbetreiber angemeldet werden muss. Für die Inbetriebsetzung ist die Zustimmung des Netzbetreibers erforderlich. Kapitel 5.5 schließt einen Anschluss einer Erzeugungsanlage an einen Endstromkreis ausnahmslos aus.

Feststellung:
1. Erzeugungsanlagen dürfen nicht an Endstromkreise angeschlossen werden
2. Jede Erzeugungsanlage ist beim Netzbetreiber anzumelden


Wichtig! Meldepflichten des Anlagenbetreibers

Nach der Anlagenregisterverordnung sind die Betreiber von Anlagen zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien verpflichtet, ab dem 1. August 2014 neu in Betrieb genommene Anlagen zu melden. Die Meldepflicht trifft Anlagen zur Gewinnung von Strom aus erneuerbaren Energien, wie neue Windkraftanlagen an Land und auf der See, Anlagen zur Stromerzeugung aus Biomasse, Geothermie und Wasserkraft. Solaranlagen werden über das PV-Meldeportal der Bundesnetzagentur erfasst.
Die Meldepflicht des Anlagenregisters trifft grundsätzlich nur neu in Betrieb genommene Anlagen. Bestandsanlagen müssen sich nur melden, wenn bestimmte meldepflichtige Ereignisse eintreten, dies kann z.B. eine Änderung der installierten Leistung sein.
Eine Verpflichtung zur Meldung von Anlagen, die mit fossilen Brennstoffen wie Kohle, Öl oder Gas betrieben werden, besteht nicht.

siehe nachfolgenden Link: http://www.bundesnetzagentur.de/cln_1421/DE/Sachgebiete/ElektrizitaetundGas/Unternehmen_Institutionen/ErneuerbareEnergien/Anlagenregister/Anlagenregister_node.html

Weitere Informationen stehen Ihnen als PDF Datei zum Download bereit.



Unterlagen EEG Anlagen

Die notwendigen Unterlagen für die Anmeldung von PV Anlagen stehen zum Download zur Verfügung.

Einspeisemanagement über Rundsteuerempfänger

Falls Ihre Erzeugungsanlage über ein Einspeisemanagement verfügt, dass über einen Tonrundsteuerempfänger angesteuert wird, können Sie durch eine Sichtkontrolle feststellen, ob bei dem verbauten Rundsteuerempfänger eine Fehlfunktion vorliegt. Eine Anleitung zur optischen Überprüfung des Rundsteuerempfängers haben wir als 

bereitgestellt.

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